Geschichte

Der Musikverein »Lyra« wurde im jahre 1927 gegründet. Zuvor gab es schon seit 1906 bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 eine Eschringer Musikkapelle. Aus dieser Zeit stammt das älteste uns bekannte Foto: (in Kürze an dieser Stelle)

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges fand man sich wieder zusammen und musizierte bis zum Jahre 1923. In diesem Jahr fand in Eschringen ein Feuerwehrfest statt, an dem die Kapelle noch spielte und sich danach auflöste. Musikalischer Leiter dieser Musikkapelle war Johann Adt. Er, sowie Richard Zimmermann, Fridolin Marx und Peter Hartz III waren später Ehrenmitglieder des Musikvereins »Lyra«.

Am Fronleichnamstag des Jahres 1927 wurde wieder von jungen Idealisten eine Musikkapelle gegründet, die sich im August des gleichen Jahres den Namen »Lyra« gab. Daten und Namen ab diesem Zeitpunkt bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 entstammen mündlichen Berichten, die nach dem Krieg von Mitgliedern zusammengetragen wurden. Alle schriftlichen Unterlagen waren verloren gegangen.

Als eigentliche Gründer wurden genannt: Alfons Bickel, Artur Fuchs, Paul Jung, Albert Krämer, Urban Meyer, Berthold Schmitt, Max Schmitt, Alois Schweitzer und Oskar Vogelgesang.

Berthold Schmitt wurde in der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt und begleitete das Amt bis 1939.

Dirigenten waren:

  • bis 1929 Johann Klein jun.
  • bis 1933 Johann Adt
  • bis 1939 Victor Jung, Ensheim

Weitere aktive Mitglieder waren während dieser Zeit:
Hans Adt, Ludwig Adt, Richard Gauer, Johann Gress, Alfons Hartz, Alfred Hoffmann, Ludwig Mohr, Rudi Lang, Robert Vogelgesang, Hermann Welsch und Albert Welsch.

Mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem unglückseligen 2. Weltkrieg regte sich auch bald wieder das Gesellschafts- und Vereinsleben. So wurde auch der Musikverein »Lyra« durch treibende Kräfte wie Ludwig Adt, Alois Schweitzer und Herrmann Welsch in einer Versammlung am 19. November 1950 wiederbelebt.

Die maßgebenden Mitglieder waren:

Aktive: Ludwig Adt, Alfred Hoffmann, Rudi Lang, Herbert Mohr, Alois Schweitzer, Berthold Schmitt, Hermann Welsch, Norbert Adt, Edgar Hartz, Emil Hubert, Gerhard Meyer, Günther Post, Werner Schweitzer.

Passive: Phillip Herok, Ludwig Mohr, Johann Nicolaus (Bürgermeister), Hugo Vogelgesang, Erich Zimmermann.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Ludwig Mohr gewählt und Hermann Welsch übernahm die Leitung der Kapelle. Es war eine schwierige Aufgabe für Vereinsleitung und Dirigent, da alle Instrumente angeschafft werden mußten und die durch den Krieg entstandenen Lücken in den Reihen der Musiker bedurften einer Auffüllung durch jungen Nachwuchs. Dank der Initiative des damaligen Dirigenten Hermann Welsch und der Leistungsbereitschaft der Musiker war es möglich, mit der zur Hälfte aus jungen Anfängern bestehenden Kapelle bald vor die Öffentlichkeit zu treten. Am 24. Mai 1951 wurde die Fronleichnamsprozession erstmals wieder von der Eschringer Blaskapelle gespielt. Im gleichen Jahr beteiligte man sich auch am Sängerfest in Eschringen und an Musikfesten in Ensheim und Ommersheim.

Ab diesem Zeitpunkt war die Kapelle an der Gestaltung örtlicher Veranstaltungen maßgeblich beteiligt.

Es folgt eine Aufstellung der 1. Vorsitzenden und Dirigenten sowie wichtiger Veranstaltungen seit 1951.

1. Vorsitzende:

1951 – 1952

1953 – 1955

1956 – 1958

1959 – 1968

1969

1970 – 1975

1976 – 1978

1979 – 1987

1988 – 1989

1990 – 1992

1993 – 2005

seit 2005

Ludwig Adt

Berthold Schmitt

Ludwig Adt

Alfons Schweitzer

Egon Vogelgesang

Helmut Karr

Alfons Schweitzer

Hubert Karr

Karl Schweitzer

Michael Zimmermann

Jürgen Nisius

Hubert Karr

Dirigenten:

1950 – 1953

1954 – 1955

1956 – 1960

1961 – 1975

1976 – 1977

1978 – 1980

1981 – 1990

1991 – 1992

1992 – 2005

seit 2005

Hermann Welsch

Ernst Klopp

Albert Hoffmann

Toni Pitzius

Franz Zimmermann / Albert Ast

Bernhard Ernst

Wolfgang Dries

Dietmar Resch-Mandernach / Bruno Steis

Wolfgang Dries

Jürgen Nisius

Bisherige Vereinsjubiläen und besondere Veranstaltungen:

01. – 03. Juni 1957:

50 Jahre Blasmusikkapelle Eschringen

30 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

3-tägiges Fest in einem Festzelt im »Schweitzerschen Garten« (neben dem heutigen Feuerwehrgerätehaus)


08. – 10 Juni 1968

60 Jahre Eschringer Blasmusik

40 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

3-tägiges Zeltfest auf dem neuangelegten Festplatz.

Die Veranstaltung sollte bereits 1967 stattfinden, dies war jedoch nicht möglich, da der Festplatz noch nicht zur Verfügung stand.

Schirmherr: Landrat Albert Schwarz


08. – 10 Juli 1972

65 Jahre Blasmusik in Eschringen

3-tägiges Fest in einem Festzelt auf dem Festplatz

Schirmherr: Kultusminister Werner Scherer


17. September und 24. – 26. September 1977

50 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

Veranstaltung in der Sport- und Kulturhalle Eschringen

Schirmherr: Kultusminister Werner Scherer


28. – 30. September 1984

55 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

Veranstaltung in der Sport- und Kulturhalle Eschringen

Schirmherr: Die aktiven und passiven Ehrenmitglieder


24. September 1986

60 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

Festabend in der Sport- und Kulturhalle Eschringen


20.- 23.06.1997

70 Jahre Musikverein »Lyra« Eschringen

Das Jubiläumsfest anlässlich des 70-jährigen Bestehens verbunden mit der Ausrichtung des alle zwei Jahre stattfindenden Kreismusikfestes soll an dieser Stelle ausführlicher beschrieben werden, denn es war ein Highlight unserer Vereinsgeschichte.

Vom 20.-23. Juni 1997 wurde ein Programm geboten, wie es der Musikverein bis dato noch nicht auf die Beine gestellt hatte:

Freitag, 20.06. Dorfabend der Eschringer Ortsvereine unter dem Motto »Musik, Sketch und gute Laune« bei dem sich die Eschringer Vereine mit originellen, sehr gut einstudierten Darbietungen gegenseitig übertrafen.

Samstag, 21.06. Nachmittags Freundschaftsspielen der Jugendkapellen des Saar-Pfalz-Kreises mit 6 Teilnehmern und am Abend Musik und Unterhaltung mit der Show- und Tanzkapelle »Franken-Express«, die die Stimmung im Zelt mächtig anheizte.

Sonntag, 22.06. Frühschoppenkonzert der Stadtkapelle Saarbrücken, nachmittags Festumzug und Massenchor vor der Laurentiuskapelle mit 14 Kreisvereinen, anschließend Freundschaftsspielen im Festzelt, am Abend Unterhaltungsmusik mit den»Oberländer Musikanten« aus Breitenbach/Pfalz.

Montag, 23.06. von 16-18 Uhr Live-Übertragung der SR-3 Musikpalette, am Abend Abschluss der Festtage mit der 1. Armored Devision Band der U. S. Army Bad Kreuznach.

Alle Programmteile waren hervorragend besucht, obwohl es der Wettergott überhaupt nicht gut mit uns meinte. Waren wir aus früheren Veranstaltungen (Tage der Blasmusik u. a.) schon einiges an schlechter Witterung gewohnt, so bereitete uns das Wetter über die Festtage doch ärgste Probleme. Teils sinntflutartige Regenfälle konnten nicht gebändigt werden und setzten das Festzelt unter Wasser. In aller Eile von Eschringer Nebenerwerbslandwirten zur Verfügung gestelltes Stroh konnte das Wasser zwar nicht binden, machte es aber für den ersten Moment unsichtbar. Beim Drauftreten zeigte sich dann der Sumpf, aber da war es eh zu spät. Nasse Schuhe und der leicht modrige Geruch im Festzelt waren Markenzeichen dieser Festtage. Trotz (oder wegen) dieser widrigen Umstände wurden wir damals insbesondere von der Eschringer Bevölkerung ganz toll unterstützt und konnten ein Jubiläumsfest über die Bühne bringen, das den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

In den letzten 5 Jahren ist der Musikverein konsequent seinen Weg der bodenständigen Vereinsarbeit in und für Eschringen weiter gegangen. Er bietet Jung und Alt die Möglichkeit gemeinsam im Orchester zu musizieren und bereichert mit zahlreichen Auftritten und Konzerten das Kulturleben in Eschringen. Besonderen Wert legt der Verein auf musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und die musikalische Früherziehung. Die Jugendarbeit ist an anderer Stelle in dieser Festschrift ausführlich dargestellt.

Diese Vereinspolitik und das auf Kontinuität ausgerichtete Wirken der entscheidenden Vereinsfunktionäre sind die Basis für die erfolgreiche Entwicklung des Musikvereins in den letzten zwei Jahrzehnten. Das diesjährige Jubiläumsfest soll weiteren Ansporn für die Zukunft geben.


30.08 – 02.09.2002

75 Jahre Musikverein “Lyra” Eschringen

Auch bei diesem Jubiläum wollten wir unseren Gästen wieder ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Los ging es am Freitag, den 30.08.2002, mit einer Live Sendung des Saarländischen Rundfunks, der “Dance Max” Sendung, unter der Moderation von Dieter Exter.

Samstags, dem 31.08.2002, ging es um 15 Uhr weiter, mit einem Jugendorchester treffen, bevor dann unser Wunschkonzert begann, bei dem man sich bekannte Rock – und Pop Titel, gespielt von der Band “Chanel Ten”, oder volkstümliche Blasmusik, gespielt von unserem Orchester, wünschen konnte. Moderiert wurde dieser Abend von Eberhard Schilling, wobei Lou Köhler mit kabarettistischen Einlagen den Abend abrundete.

Der Sonntag, 01.09.2002, begann mit einem Zeltgottesdienst in unserem Festzelt, der von unserem Musikverein musikalisch umrahmt wurde.

Nach dem Frühschoppenkonzert mit der Stadtkapelle Saarbrücken begann unsere Festumzug durch unseren Ort. Das anschließende Freundschaftsspielen beendete der Musikverein Arion Ensheim, der ein abendfüllendes Programm bot.

Der Seniorennachmittag eröffnete unseren letzten Tag dieses Vereinsjubiläums, Montag, 02.09.2002, wobei die Bayrische Blaskapelle Ommersheim und Schorch Seitz dieses gelungene Fest abrundeten.


08.07. – 09.07.2006

Aufführung des Kindermusicals “Max der Regenbogenritter”.

Zum ersten Mal wagten wir uns an ein Musical, welches im Endeffekt ein riesen Erfolg werden sollte.

Prinz Max, Sohn des Königs Maximilian und seiner Frau Walburga, vertreibt sich die Zeit zu Hause am Hofe am liebsten mit Gedichte schreiben und häkeln. Um endlich kämpfen zu lernen, wird er von seinem Vater fortgeschickt. Er lernt auf seiner Reise Riesen zu jagen, Räuber zu fangen und gegen Drachen zu kämpfen. Von seinem letzten Taschengeld kauft er sich eine alte, quietschende und verrostete Rüstung, ein grünes Wams, rote Hosen und gelbe und blaue Socken. Daher sein Beiname “Der Regenbogenritter”.

Natürlich zieht es ihn irgendwann wieder nach Hause, denn viel lieber als herumzureiten und zu kämpfen würde er zu Hause bei einer Tasse Tee gemütlich am Kamin sitzen. Bis ihn sein Weg erneut zu einer Drachenhöhle führt. Dort aber tyrannisiert nicht der Drache die holde Prinzessin, vielmehr “gibt sie ihm Saures”! Flehend wendet sich der Drache an Max, er solle die Jungfrau mitnehmen, damit er wieder Ruhe finde. Max verliebt sich sofort in Prinzessin Lise und geht auf das Angebot gerne ein.

Mit Lise zusammen reitet er wieder zurück zu seinen Eltern. Doch als sie die Burg erreichen, ist niemand aufzufinden und der Rittersaal ist fest verschlossen. Lauthals rufen sie, doch sie erhalten keine Antwort. Nur aus einer Kohlenkiste kommt ein leises Poltern. Max fürchtet sich, doch die unerschrockene Lise zückt ihr Schwert und befiehlt dem Ding in der Kiste sich zu zeigen. Aus der Kiste kommt Knut der Bergwerkzwerg. Er stellt sich vor und erzählt von einer großen bösen Katze, “Brutus der Mäuseschreck” genannt, die einst seinen Kollegen Paule gefressen hatte. Und genau diese böse Katze hatte in Max« Abwesenheit die Burg gestürmt, den König mit samt seinem Hofstaat und seinem Orchester entführt und sie allesamt in den Kerker gesperrt. Jetzt sitzt Brutus nebenan im Rittersaal und herrscht über das Land.

Mutig stellt sich Max nun gegen Brutus, doch dieser macht sich aus Max« Befehl, er solle seine Eltern und alle anderen wieder frei lassen, nur einen großen Spaß. Außerdem wittert er in Max und Lise sein heutiges Mittagessen und so beginnt eine wilde Verfolgungsjagd unter schrecklich lauter und schiefer Katzenmusik – Brutus miaut für sein Leben gern schrille und grauslige Töne.

Nun wendet sich Knut an das Publikum (Kinder) und bittet es, ihm bei der Vertreibung von Brutus und der Rettung von Max und Lise zu helfen. Gemeinsam singen sie ein wunderschönes, liebliches Lied mit schöner Melodie, welches Brutus mit Grausen packt. Schließlich gibt er seinen Widerstand auf und flüchtet. Gemeinsam befreien Max, Lise und Knut die Gefangenen aus dem Kerker und es gibt ein fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen.

Um die Freiheit gebührend zu feiern, weist der König den Zeremonienmeister an, ein großes Fest zu veranstalten. Dieser allerdings hat ein großes Problem: Brutus hatte während seiner Herrschaft alle Liedtexte und Notenblätter verbrennen lassen. Womit soll er also nun eine Hymne für seinen König spielen? Hilfe erhält er von Knut und dem Publikum. Die Kinder haben in einem Work-Shop bereits Noten gemalt und aufgeschrieben. Aus diesen stellt der Zeremonienmeister nun eine neue Hymne zusammen. Doch es gibt noch eine weitere Schwierigkeit: Die Musiker haben in ihrer Gefangenschaft vergessen wie ihre Instrumente gespielt werden und sogar wie diese heißen. Glücklicherweise aber ist unser Publikum schlauer! Jeweils einzelne Kinder betreten die Bühne, benennen die Instrumente der Musiker und zeigen ihnen, wie man sie spielen muss. Dem Zeremonienmeister fällt ein Stein vom Herzen und er ist sichtlich erleichtert, nun seine Musiker wieder spielen zu hören.

Etwas fehlt dem Orchesterklang allerdings, es gibt kein Schlagzeug mehr! Brutus hat es zweckentfremdet und die Trommeln als Fressnapf benutzt! Aber natürlich wissen auch hier Knut und die Kinder Rat. Mit rhythmischem Stampfen und Klatschen unterstützen sie prima das Orchester.

König Maximilian ist hellauf begeistert! Die neue Hymne findet er fantastisch und er ist dem Publikum sehr dankbar, dass es bei Brutus« Vertreibung geholfen und außerdem Knut und den Zeremonienmeister so tatkräftig bei der Lösung ihrer Probleme unterstützt hat. So kann nun endlich die große Feier stattfinden und alle sind glücklich.

Zum Dank werden die Kinder anschließend vom Hofstaat zum Ritter bzw. Burgfräulein geschlagen.


09.05.2007

Jubiläumsjahr

Anlässlich unseres Jubiläumsjahres veranstalteten wir ein Benefizkonzert zu Gunsten der Kapelle in Eschringen und einer Einrichtung für krebskranke Kinder in Homburg

Hierzu gelang es uns, das Bundeswehrmusikkorps 300 aus Koblenz zu engagieren, welche uns einen musikalisch grandiosen Abend boten.


18.05. – 20.05.2007

Konzertreise zu unserem Partnerverein in Thurnau mit anschließendem Besuch auf dem deutschen Musikfest in Würzburg.


07.09. – 09.09.2007

80 Jahre Musikverein “Lyra” Eschringen

Zu diesem Jubiläum entschieden wir uns, diesmal keine Zeltfest zu veranstalten, und planten ein Jubiläumsfest in und um die Sport- und Kulturhalle Eschringen.

Los ging es am Freitag, den 07.09.2007, mit einer bayrischen Hüttengaudi. Neben der musikalischen Umrahmung durch DJ Afshin boten wir diverse Spiele, wie Wettmelken, Maßkrugstemmen oder Wettnageln an.

Der Nachmittag des 08.09.2007 stand ganz im Zeichen der Senioren. Wir veranstalteten, mittlerweile schon fast traditionell den Seniorennachmittag in Eschringen. Hierzu gelan es uns, verschiedene Orchester zu engagieren und auch unserem Jugendorchester einen Auftritt unter der neuen Dirigentin Madeleine Melchior zu verschaffen.

Der Abend stand dann wieder unter dem Motto “Oktoberfest in Eschringen”. Hierzu begeisterten uns die “Büddenbacher” mit guter Musik.

Sonntag, 09.09.2007: Auch wieder fast schon traditionell gestalteten wir den Gottesdienst in Eschirngen, bevor wir dann zu einem Blasmusiktreffen eingeladen hatten.


2012

Musikverein (MV) „Lyra“ Eschringen e. V. feierte 85-jähriges Bestehen

Mehr als ein Jahr im Voraus wurde geplant: An Auftritten und Programmpunkten sowie an Organisation und Logistik. Mehr als ein Jahr auch war Leidenschaft, Motivation und Engagement die Triebfeder des Handelns. Dann ging irgendwie doch alles schnell: Vom 8.-9. September 2012 feierte der Musikverein „Lyra“ Eschringen e. V. sein 85-jähriges Jubiläum – und bewies eindrucksvoll, dass noch „etwas geht“ im Ort. Sicherlich, Veranstaltungen dieser Art wurden vor 10 oder 15 Jahren in noch größerem Rahmen begangen. Aber mit Zusammenhalt und Zusammenarbeit lässt sich auch in diesen Zeiten noch einiges bewegen, wenngleich ein Risiko zur Durchführung immer bestehen bleibt. So gesehen war das Musikfest eine rundum gelungene Sache. Los ging’s am Samstag mit dem Seniorennachmittag. Trotz sehr warmer Temperaturen fanden viele Seniorinnen und Senioren den Weg zur Sport- und Kulturhalle. Die Kaffee- und Kuchenecke wurde zudem gut angenommen. Der Tag wurde musikalisch mitgestaltet vom MV Erfweiler-Ehlingen, dem Jugendorchester des „Lyra“ und der musikalischen Früherziehung. Ab 19.30 Uhr ging es dann mit dem sogenannten Dorfabend weiter, ein erster Höhepunkt des Jubiläums. Örtliche Vereine und Gruppierungen boten verschiedene Aufführungen zur Unterhaltung an, so die Messdiener mit einer speziellen Ausgabe von „Wer wird Millionär“, die Feuerwehr überraschte als singende Schlümpfe, der Kirchenchor mit einem gesanglichen Sketch und Dirigent Jürgen Nisius konnte sogar zwei Trompeten gleichzeitig spielen (oder doch nicht?) Die Frauengruppe tanzte – passend in schwarz-weiß – zu den Hits der Blues Brothers. Die Herren-Clique führte Gerhard Vogelgesang an, der einmal mehr komödiantisches Talent bewies und mit seinem „polnischen“ Klassik-Ensemble die „Tritschko-Tratschko-Polka“ (mit Luftpumpen als Instrumente) zu Gehör brachte. Das musikalische Programm in der gut gefüllten Halle übernahm an diesem Abend der MV „Arion“ Ensheim unter der Leitung von Tanja Berresheim. Nach dem offiziellen Teil ging es mit Disco-Sound weiter bis in den frühen Morgen hinein. Am Sonntagvormittag hatte dann die Bergkapelle St. Ingbert ihren Auftritt. Dieses überregional bekannte und geschätzte Orchester unterhielt mit einem fast schon außergewöhnlichen Frühschoppenkonzert die Gäste. Alle Hungrigen konnten sich ab 12 Uhr draußen in der Pausenhalle mit Schnitzel und Würsten stärken. Gegen 13.30 Uhr fand dann das Freundschafts-Spielen benachbarter Orchester statt. Es spielten: Orchestergemeinschaft „Musik verbindet“ Oberwürzbach, Spielgemeinschaft Rubenheim-Blickweiler, MV Limbach, MV, Mimbach, MV Ommersheim, MV Bliesmengen-Bolchen und die Pfarrkapelle Kirrberg. Den Abschluss und letzten Höhepunkt des zweitägigen Jubiläums bildete am Abend das Polizeiorchester des Saarlandes unter der Stabführung von Thomas Becker. Die Profis in Uniform brauchten nicht lange, um in der Festhalle den berühmten Funken zum Sprühen zu bekommen. Das Publikum in der vollbesetzten Halle war vollauf begeistert und mit einigen Solo-Interpretationen (z. B. Gesang oder Geige) gelang es den Musikerinnen und Musikern, auch den Letzten zum Aufstehen zu bewegen. Nach einer fulminanten Zugabe ging auch dieser Abend dem Ende entgegen und 1. Vorsitzender Hubert Karr bedankte sich in seinem Schlusswort bei allen Aktiven, Passiven, Helfern, Gönnern, Sponsoren, Freunden und Gästen für zwei wirklich wundervolle und für den Musikverein „Lyra“ sicherlich unvergessliche Tage. Wir alle sind dankbar, dass dieses Fest so stattfinden konnte, wie es auch letztlich stattgefunden hat. Jetzt haben wir bereits das Adventskonzert im Visier. Dieses Jahr für uns auch ein Jubiläum, denn seit nunmehr 25 Jahren führt der Verein dieses Konzert durch.

  

Anstehende Termine:

Sonntag, 26. Mai, 10:30 Uhr:
Jahreshauptversammlung,ehem. Grundschule

Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr:
Konzert „Lyra stellt sich vor“,Sport- und Kulturhalle



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